Wettspielbedingungen

Stand: 22.03.2017

1. Spielbedingungen und Änderungsvorbehalt

Gespielt wird nach den Offiziellen Golfregeln (einschl. Amateurstatut) des Deutschen Golf Verbandes. Das Wettspiel wird nach dem DGV-Vorgabensystem ausgerichtet. Zur Anwendung kommen die Platzregeln des Golfclubs Hochstatt und die am Spieltag evtl. geltenden Sonderregelungen, die im Aushang oder der Ausschreibung bekannt gegeben werden. Die Verbandsordnung kann im Service Center eingesehen werden.

Die Spielleitung hat in begründeten Fällen bis zum ersten Start das Recht, die Ausschreibung zu ändern (Ausnahme Vorgabenwirksamkeit). Nach dem 1. Start sind Änderungen der Ausschreibung nur bei Vorliegen sehr außergewöhnlicher Umstände zulässig.

Eine erfolgte Änderung wird den Teilnehmern beim Start mitgeteilt.

Die Verantwortung für Nachteile, die einem Spieler dadurch entstehen, dass er die Spielbestimmungen und die Anschläge am Schwarzen Brett sowie die Platzregeln nicht kennt, trägt der Spieler selbst.

2. Teilnahmebedingungen

werden im Turnierplan im Aushang und letztlich in der Turnierausschreibung im Aushang bekannt gegeben.

Terminänderungen sind möglich.

Bei allen Turnieren sind uns Gäste, die Mitglied in einem dem DGV angeschlossenen Club sind, willkommen. Sie starten gegen Bezahlung von Startgeld und Greenfee.

3. Meldungen

können, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, bis 2 Tage vor dem Turnier bis 15.00 Uhr (Internet bis 12.00 Uhr) in den ausgehängten Nennlisten im Clubhaus erfolgen. Wird ein Spieler, der verspätet gemeldet hat (bis zum endgültigen Meldeschluss um 18 Uhr), von der Spielleitung zum Turnier zugelassen, so nimmt er ohne Einschränkungen daran teil. Wird eine Höchstzahl der Teilnehmer festgelegt, so ist diese der Ausschreibung zu entnehmen. Bei weniger als 15 gemeldeten Teilnehmern entfällt das Wettspiel. 

4. Meldegebühren

sind vor dem Start zu entrichten und werden jeweils mit der Ausschreibung bekannt gegeben. Absagen und Streichungen für gemeldete Turniere werden bis zum Nennungsschluss angenommen. Bei späteren Abmeldungen oder bei Nichterscheinen muss das Startgeld spätestens vor der Teilnahme am nächsten Wettspiel entrichtet werden, ansonsten besteht keine Starterlaubnis.

5. Spielleitung und Startzeiten

werden in der Ausschreibung zur Kenntnis gebracht. Starter handeln im Rahmen ihrer Zuständigkeit im Auftrag der Spielleitung. Mitglieder der Spielleitung können außerhalb ihrer eigenen Spielrunde des Wettspiels Regelentscheidungen treffen. Beobachter sind Spielorgan der Spielleitung

6. Startliste

Die Reihenfolge der Startliste wird vom Spielführer bzw. den von ihm beauftragten Wettspielleitern laut Ausschreibung festgelegt.

Veröffentlichung

Es wird darauf hingewiesen, dass Vor- und Nachname, Vorgabe, Heimatclub sowie die Startzeiten der     einzelnen Teilnehmer an den Wettspieltagen zur Erstellung der Startlisten verwendet und im Internet anschließend unter www.golfclub-hochstatt.de passwortgeschützt veröffentlicht werden. Für jedermann sichtbar sind die Ergebnislisten einzusehen. Mit der Turnieranmeldung erklärt sich der Teilnehmer hiermit einverstanden.

7. Zählkarten

sind eine halbe Stunde vor Beginn des Wettspiels im Service Center abholbereit.

8. Zähler

Der Zähler ist auf der Zählkarte vermerkt. Ist dies nicht der Fall bzw. wird vom Starter nichts anderes vorgeschrieben, so ist wie folgt zu verfahren: 1 zählt 2, 2 zählt 3, 3 zählt 4, 4 zählt 1 bzw. 1 zählt 2, 2 zählt 3, 3 zählt 1.

9. Wettspielbeginn

Der Spieler ist für die Einhaltung seiner Startzeit selbst verantwortlich. Die Startzeit ist die auf der Startliste angegebene Zeit oder die Zeit des Aufrufs für die Partie/Spielgruppe durch den Starter, je nachdem, was später liegt. Nimmt ein Spieler vor der angegebenen Startzeit das Spiel auf, so wird er disqualifiziert. (Regel 6-3.a)

10. Spielunterbrechung

Die Spielleitung kann das Spiel nach Regel 6-8 aussetzen.
Signal für Aussetzung des Spiels wegen Gefahr:     Ein langer Signalton
Der Spieler muss das Spiel umgehend unterbrechen (Anmerkung zu Regel 6-8.b).
Signal für sonstige Aussetzung nach Regel 6-8.b.: Drei aufeinanderfolgende Signaltöne
Signal für Wiederaufnahme des Spiels: Zwei Signaltöne
Die Möglichkeit des Spielers, nach Regel 6-8.a.(II), (III) und (IV) das Wettspiel zu unterbrechen, ist dadurch nicht eingeschränkt.

11. Zählkarten

Nach dem Wettspiel sind die Zählkarten ohne Verzögerung, d. h. unverzüglich, unterschrieben im Service Center oder im dafür vorgesehenen Kasten im Eingangsbereich des Clubhauses abzugeben. Jeder Spieler ist für seine Zählkarte selbst verantwortlich, insbesondere für die Vorgabenangabe (z.B. nach einem Turnier auswärts). Sämtliche Zählkarten müssen abgeliefert werden, unabhängig davon, ob sie vollständig ausgefüllt sind. (DGV-VgS Anh. E2). Von jedem Spieler, der eine vorgabenwirksame Runde antritt, wird die ehrliche Absicht erwartet, die Runde zu Ende zu spielen. (DGV-VgS Anh. E2)

12. Preisverteilung und Stechen

Nach einer angemessenen Frist des Auswertens findet im Anschluss an das Wettspiel die Preisverteilung statt. Ist in der Ausschreibung nichts anderes vermerkt, können gemäß Vorstandsbeschluss des Golf-Club Hochstatt Bewerber in einem Wettspiel nur einen Preis gewinnen. Ist nichts anderes ausgeschrieben, gilt Brutto vor Netto (d. h. 2. Brutto vor 2. Netto etc.).
Bei gleichen Ergebnissen (Brutto und Netto) wird wie folgt entschieden:

Gleichheit nach Stechform
54 Loch (3-Runden-Turnier) die letzten 36 Löcher
36 Loch (2-Runden-Turnier) die letzten 18 Löcher
18 Loch es zählen 9 Löcher mit dem Schwierigkeitsgrad 1, 18, 3, 16, 5, 14, 7, 12, 9 gemäß Vorgabenverteilung

bei weiterer Gleichheit

es zählen 6 Löcher mit dem Schwierigkeitsgrad 1, 18, 3, 16, 5, 14 gemäß Vorgabenverteilung

bei weiterer Gleichheit

es zählen 3 Löcher mit dem Schwierigkeitsgrad 1, 18, 3 gemäß Vorgabenverteilung

bei weiterer Gleichheit

es zählt das schwerste Loch gemäß Vorgabenverteilung

bei weiterer Gleichheit

es entscheidet das Los

Nur bei gleichen Ergebnissen für den 1. Bruttopreis erfolgt, wenn die Ausschreibung dies vorsieht, ein Stechen (sudden death) an den Löchern 1 und 9 oder von der Spielleitung bestimmten Löchern bis zum ersten Loch mit besserem Ergebnis. Das Stechen findet nach dem Wettspiel bzw. auf Anordnung der Spielleitung statt.

13. Die Anzahl der Wettspielpreise und die Klasseneinteilung

ergibt sich nach der jeweiligen Ausschreibung bzw.  richtet sich nach der jeweiligen Teilnehmerzahl. Grundsätzlich können Bewerber aus den verschiedenen Bewerbergruppen (Vorgabenklassen) in einer Spielergruppe starten. Wenn nicht anders ausgeschrieben, werden die Bewerber in gleich großen verschiedenen Vorgabenklassen (A, B, C etc.) gewertet. Die Zusammensetzung der Spielergruppen erfolgt laut Ausschreibung. Im Zweifelsfall obliegt die letzte Entscheidung jedoch immer der Spielleitung.

14. Platzsperren

An Wettspieltagen ist der für das Wettspiel benutzte Abschlag für den allgemeinen Spielbetrieb zu den bekannten Abspielzeiten und jeweils eine halbe Stunde davor und danach gesperrt. Bitte beachten Sie auch Hinweise im Aushang.

15. Durchspielen

Sollte eine Spielergruppe während des Turniers seine Position nicht halten können (mehr als einFairway frei), so muss der nachfolgenden Gruppe unaufgefordert ein Zeichen zum Durchspielen gegeben werden. Für die nachspielende Gruppe besteht Durchspielpflicht.

16. Unangemessene Verzögerung

beim Zählspiel nach Regel 6-7 liegt vor:

a) wenn beim Abschlag der zeitliche Abstand zur nächsten Spielergruppe mehr als doppelt so großist wie der Startabstand (meist 10 Minuten).

b) wenn einer Aufforderung zum Durchspielen nicht nachgekommen wird.

c) wenn beim Suchen von Bällen einer nachfolgenden spielbereiten Spielergruppe nicht sofort ein Zeichen zum Durchspielen gegeben wird.

Zur Ermittlung des Spielers, der für diese unangemessene Verzögerung mit Strafschlägen lt. Regel 6-7 zu versehen ist, kann durch die Spielleitung nach Ermahnung der Spielergruppe eine Zeitmessung erfolgen.

Bei Spielmöglichkeit sind für den ersten Spieler 50 Sekunden, bei allen darauffolgenden Spielern 40 Sekunden als maximale Vorbereitungszeit auf den Schlag möglich. Beim Zählspiel nach Stableford ist unangemessene Verzögerung auch dann gegeben, wenn nach dem Schlag, der keinen Nettopunkt mehr erbringt, das Spiel an diesem Loch trotzdem fortgesetzt wird. (Anmerkung: Die Regel 7-2 wertet die Schläge nicht als Übungsschläge, dennoch kann nach Regel 6-7 dadurch eine unangemessene Verzögerung vorliegen.)

Strafe bei Verstoß: Bei Überschreitung sind beim ersten Verstoß ein Strafschlag, beim zweiten Verstoß zwei Strafschläge dem Gesamtergebnis hinzuzurechnen.

Wiederholter Verstoß: Disqualifikation.

17. Üben / Nachputten

Das Üben (auch Nachputten) auf oder nahe dem Grün des zuletzt gespielten Loches ist beim Zählspiel nicht gestattet. (Regel 7.2 Anmerkung 2) Strafe bei Verstoß: zwei Strafschläge.

18. Caddie

Der Einsatz von Pros als Caddies ist nicht gestattet. In Jugendwettspielen sind für Jugendliche Caddies und elektrische Golfwagen nicht gestattet.

19. Elektronische Kommunikationsmittel

Das Mitführen von sende- und/oder empfangsbereiten elektronischen Kommunikationsmitteln oder deren Benutzung auf dem Platz wirkt störend und ist rücksichtslos. Stellt die Spielleitung eine schwerwiegende Störung des Spielbetriebs durch die Benutzung eines solchen Gerätes durch einen Spieler oder Caddie fest, kann sie diese Störung als schwerwiegenden Verstoß gegen die Etikette bewerten und eine Disqualifikation aussprechen. (Ausnahmen: 1.Bei medizinischen Notfällen über Handy Hilfe anfordern, 2.Spielleitungsaufgaben) 

20. Beförderung

Spieler müssen zu jeder Zeit während der festgesetzten Runde zu Fuß gehen, es sei denn die Spielleitung hat eine Ausnahmegenehmigung erteilt.

Strafe für Verstoß gegen die Wettspielbedingung:
Lochspiel – Am Ende des Lochs, bei dem der Verstoß festgestellt wurde, muss der Stand des Lochspiels berichtigt werden; dabei wird für jedes Loch, bei dem ein Verstoß stattfand, ein Loch abgezogen, höchstens jedoch zwei Löcher pro Runde.
Zählspiel – Zwei Schläge für jedes Loch, bei dem ein Verstoß stattfand, höchstens jedoch vier Schläge pro Runde.
Im Falle eines Verstoßes zwischen dem Spielen von zwei Löchern wirkt sich die Strafe auf das nächste Loch aus.
Loch- oder Zählspiel – Das Nutzen eines nicht erlaubten Beförderungsmittels muss unmittelbar nach Erkennen des Verstoßes eingestellt werden. Andernfalls wird der Spieler disqualifiziert.

21. Regelentscheidung durch Spielleitung und Ende des Wettspiels

Die Spielleitung entscheidet über strittige Fälle nach Regel 34-3. Regelrelevante Einsprüche sind im Zählspiel spätestens 15 Minuten, nachdem der letzte Wettspielteilnehmer das Grün verlassen hat, bei der Spielleitung vorzubringen (ausgenommen  Einsprüche nach Regel 34-1.b Ausnahmen). Bei Beanstandungen im Lochspiel gilt Regel 34-1.a. Das Wettspiel ist mit der Siegerehrung bzw. mit dem Aushang der vollständigen Ergebnisliste offiziell beendet.