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Sechs wichtige Regeln für die Runde

I. Der verlorene Ball

Nach den Golfregeln haben Sie 5 Minuten Zeit nach einem verlorenen Ball zu suchen. Dies ist reine Suchzeit; die Zeit, die Sie für den Weg zu Ihrem Ball brauchen, zählt nicht.
Können Sie Ihren Ball nicht finden und bestehen keine berechtigten Anzeichen dafür, dass er in einem Wasserhindernis ist, so müssen Sie zu der Stelle zurückgehen, von wo aus Sie den ursprünglichen Ball geschlagen haben und mit einem Strafschlag erneut einen Ball ins Spiel bringen.

Um diesen „longest walk in golf“ zu vermeiden, können Sie einen provisorischen Ball spielen, wenn Sie der Meinung sind, Ihr erster Ball könnte außerhalb eines Wasserhindernisses verloren sein oder sich im Aus befinden.

Sie müssen den provisorischen Ball ankündigen und ihn spielen, bevor Sie sich auf den Weg machen Ihren ersten Ball zu suchen.

Können Sie Ihren ersten Ball nicht finden, so wird der Provisorische - unter Hinzurechnung eines Strafschlags - zum Ball im Spiel und Sie liegen mit diesem Ball 3.


II. Ball im Aus

Aus ist im Normalfall durch weiße Pflähle gekennzeichnet, kann aber auch in den Platzregeln anders definiert sein, so dass es immer eine gute Idee ist die Platzregeln vor der Runde genau zu studieren, um sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen.

Wenn Ihr Ball im Aus liegt, müssen Sie, wie beim verlorenen Ball, einen Ball an der ursprünglichen Stelle mit einem Strafschlag ins Spiel bringen.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob sich Ihr Ball im Aus befindet oder nicht, sollten Sie wiederum einen provisorischen Ball spielen und so wie oben beschrieben vorgehen.

Ein Ball ist im Aus, wenn er vollständig im Aus liegt. Das Aus beginnt an der platzseitigen Innenkante der Auspfosten und der Ball darf den Platz nicht mehr berühren, um im Aus zu sein.


Ball im Aus

III. Ball unspielbar

Nur Sie allein entscheiden darüber, ob ein Ball außerhalb eines Wasserhindernisses unspielbar ist
oder nicht.

Sie haben drei Möglichkeiten unter Anrechnung eines Strafschlags zu verfahren:

  1. Sie können von der ursprünglichen Stelle noch einmal einen Ball spielen.
  2. Sie können einen Ball auf der rückwärtigen Verlängerung der Linie Loch-Ball fallen lassen.
    Hier ist es unerheblich, wie weit sie zurückgehen.
  3. Sie können einen Ball innerhalb 2er Schlägerlängen von dem Punkt, an dem Sie Ihren Ball für
    unspielbar erklärt haben, fallen lassen.


Wenn Sie nach den Punkten 2 oder 3 verfahren und Ihr Ball im Bunker liegt, so muss ein Ball im Bunker fallen gelassen werden.
In einem Wasserhindernis können Sie den Ball nicht für unspielbar erklären, sondern müssen nach
der Wasserhindernisregel verfahren.


IV. Ball in einem Hindernis

Liegt Ihr Ball in einem Hindernis (Bunker oder Wasserhindernis), so dürfen Sie nicht

  1. den Schläger aufsetzen, (der Ball gilt als angesprochen, wenn Sie Ihren Stand eingenommen haben.)
  2. und lose hinderliche Naturstoffe bewegen oder entfernen.

Liegt Ihr Ball im Wasserhindernis, so können Sie (Punkte 2, 3, 4 und 5 mit einem Strafschlag)

  1. den Ball spielen, wie er liegt,
  2. einen Ball vom ursprünglichen Punkt spielen,
  3. einen Ball auf der Linie hinter dem Kreuzungspunkt und der Fahne fallen lassen,
  4. bei seitlichen Wasserhindernissen 2 Schlägerlängen von dem Kreuzungspunkt
  5. oder auf der anderen Seite des seitlichen Wasserhindernisses gleich weit von der Fahne einen Ball fallen lassen.


Liegt Ihr Ball im Bunker, so können Sie

  1. ihn zwar für unspielbar erklären, müssen aber nach III. (Ball unspielbar) verfahren,
  2. Erleichterung von ungewöhnlichen Bodenverhältnissen beanspruchen, müssen ihn aber im


Bunker fallen lassen, es sei denn, Sie nehmen einen Strafschlag in Kauf.

Beispiel für ein seitliches Wasserhindernis (Diagramm von Prof. Peter Mevert, Berlin)


Spielregel

V. Erleichterungsverfahren

  1. Wenn Sie Erleichterung beanspruchen, müssen Sie bei ungewöhnlichen Bodenverhältnissen
    1. einen Ball innerhalb 1 Schlägerlänge vom nächsten Punkt der Erleichterung fallen lassen.
    2. Rollt er mehr als 2 Schlägerlängen weg, müssen Sie ihn erneut fallen lassen.
    3. Rollt er wiederum mehr als 2 Schlägerlängen weg, muss er hingelegt werden.
  2. Ist der Ball auf einer kurz gemähten Fläche im Gelände in sein eigenes Einschlagloch eingedrungen, so müssen Sie den Ball so nahe wie möglich der Stelle, an der er lag, nicht näher zum Loch fallen lassen.



VI. Ball Reinigen

Der Ball darf gereinigt werden, wenn Sie Ihn nach einer Regel aufnehmen. Ausnahmen:

  1. Der Ball darf nur im notwendigen Ausmaß gereinigt werden,
    1. wenn Sie feststellen wollen, ob er spielunbrauchbar ist, oder
    2. wenn Sie ihn identifizieren wollen.
  2. Wenn Sie den Ball aufnehmen, weil er einen anderen Spieler behindert oder unterstützt, dürfen Sie ihn nicht reinigen.
Golfclub Hochstatt